Blog

21.10.2015

WC Alanya Pech und Pannenrennen

Nachdem der Weltcup im Cozumel ziemlich gut gelaufen ist, freute ich mich auf meine letzten zwei Rennen der Saison in Alanya und Tongyeong.

Doch leider endete meine Saison in Alanya. Ich hatte am Rad alles was man haben kann, kurz vor dem Start einen Patschen und dann stürzte ich gleich in der ersten Runde mit einem Reservelaufrad. Ich finishte zwar das Rennen aber das war auch alles. Schon während dem Rennen spürte ich meine Hüfte und meinen Oberschenkel. Nach dem Rennen kam dann der ganze Schmerz heraus. Ich war froh, dass ich es zurück ins Hotel schaffte. Die Nacht war grauenvoll und auch am nächsten Tag konnte ich nicht ohne Schmerzen gehen. So trat ich meine Heimreise an, anstatt nach Südkorea zu fliegen. Heute und gestern standen schon einige Untersuchungen am Programm. Prognose ist mal eine Schleimbeutelentzündung, Muskelprellung und jetzt bitte alle Daumen drücken dass das MR negativ ausgeht und ich keinen Einriss im Oberschenkelknochen habe.

Für mich ist jetzt Saisonpause obwohl ich mir sie  ein bisschen anderes vorgestellt habe - jetzt heißt es Verletzung ausheilen! 

 

Eure Julia 

 


dAS WAR die EM in gENF UND DAS  WTS RENNEN hAMBURG

27.Juli 2015

Die letzten beiden Monate befand ich mich auf Trainingscamp in Frankreich und bereitete mich dort für die anstehenden Wettkämpfe vor. Los ging es mit der Europameisterschaft in Genf.

Die Strecke war anspruchsvoll, das Wetter heiß und die Stimmung top, vor allem durch die zahlreichen Agegrouper, die auch ihre Europameisterschaften  hatten.

Österreich war in Genf sehr stark vertreten. Gratulation an alle Teilnehmer und danke fürs Anfeuern :)! 



So jetzt zu meinem Rennen:

Schwimmen gelang mir leider nicht so, vor allem nach der ersten Schwimmhälfte befand ich mich relativ weit hinten, ich konnte aber in der zweiten Schwimmhälfte noch ein paar Plätze gutmachen, so dass ich mich im großen Hauptfeld befand. 10 Athleteninnen waren vorne weg, die auch nicht mehr am Rad zu holen waren. Sie kamen mit 2:30min Vorsprung in die Wechselzone zum Laufen. 

Laufen war dann noch super und ich erreichte den 12.Platz!

 

Am nächsten Tag ging es gleich weiter mit der Team Europameisterschaft.  Die Distanzen 200m Schwimmen 6,6km Rad und 1,6km laufen. Hart und knackig. Unser Team (Sara Vilic, Lukas Hollaus, Thomas Springer und ich) erreichte schlussendlich den 8.Platz. 

 


Nach dem Rennen ging es zurück ins Camp bevor ich Mittwoch wieder in den Flieger stieg und nach Hamburg zum WTS Rennen flog.

 

Die Atmosphäre in Hamburg ist wirklich einzigartig. Das Schwimmen durch einen Tunnel, Zuschauer hört man schon beim Schwimmen. Rad und laufen direkt durch die Stadt mit ein paar hantigen Kurven. Das Teilnehmerinnenfeld extrem stark. Die Strecke ist gesäumt von Zuschauern, die einen vorantreiben. Das ist wirklich Gänsehaut pur! Aber voll lässig!

 

Wieder gelang mir das Schwimmen leider nicht. Mir fehlt noch bisschen das Durchsetzungsvermögen, vor allem beim Start und bei den Bojen. Rad war super, sodass ich mich beim Wechsel zum Laufen wieder im großen Hauptfeld mit 30-35 anderen Athleten befand. Eine Spitzengruppe von 27 Athleten war jedoch vorne weg. Laufen ging sehr gut und ich erreichte den 30. Platz, mein bisher bestes WTS Ergebnis. 

 

Am Sonntag stand dann die Weltmeisterschaft im Team-Bewerb. Es war das erste Mal, dass Österreich dabei war. Unser Team. Julia Hauser- Luis Knabl- Sara Vilic und Lukas Hollaus. Die Distanz wieder short and sharp 300m 6,6km und 1,6km. Wir erreichten den 15.Platz. 

 


Jetzt bin ich für 2 Wochen zuhause, bis zum nächsten Weltcup in Ungarn.

 

Bis dann

Eure

Julia 


Rennberichte Chengdu und Yokohama

26. Mai 2015

Kleine Einleitung……

Den Aufenthalt in Australien abzubrechen war eine gute Entscheidung und ich konnte mich zu Hause gut erholen. Mit zahlreichen Arztbesuchen und medizinischen Therapien konnte ich  meine bakterielle Entzündung überwinden. Sodass ich Mitte April wieder in das normale Training einsteigen konnte. Ich hatte noch drei Wochen bis zum Weltcup in Chengdu, wo ich am Start stehen wollte.

 

Danke an alle die mich zu Hause so super betreuten damit ich wieder gesund werde, die mich bei manchen Trainingseinheiten begleiteten, allen voran meine Eltern! Danke auch an die liebsten besten Laufmädls Jenny Wenth und den Millonig-Schwestern  für tolle Laufeinheiten und an  Robert Michlmayr für die Betreuung bei den Schwimmeinheiten. Danke auch an das Gesundheitscampus Fischamend für eine medizinische, physiotherapeutische Betreuung.

Nach diesen drei Wochen konnte ich sagen, dass ich wieder fit fürs „racen“ war, also ging es mit einem guten Gefühl und guter Stimmung nach Chengdu.

 


Chengdu  Race

Ein riesen Starterfeld. 72 Athletinnen standen an der Startlinie. Ich ging mit Startnummer 52 ins Rennen. Vom Start weg ist mir das Schwimmen ganz gut gelungen, die erste Schwimmrunde war also gut. In der zweiten Runde merkte ich, dass ich ziemlich am Limit war, daher versuchte ich einfach irgendwie an der Gruppe dran zu bleiben. Das gelang mir, sodass ich mit dem Hauptfeld aus dem Wasser stieg. Beim Radfahren kamen wir mit der Spitzengruppe zusammen. Nun waren ca 60 Athletinnen zusammen, die auch gemeinsam zum Laufen wechselten. Mein Wechsel vom Rad zum Laufen war ganz okay. Ich kam so ca als 30 aus der Wechselzone. Ich war voll motiviert, fühlte mich ausgezeichnet und gab auf den ersten Laufkilometer ordentlich Gas und überholte sehr viele, sodass ich mich plötzlich bei den Top 5 befand. Ein hohes Anfangstempo, was sich herausstellte und leider war es zu hoch und  nach 3 km kam der Mann mit dem Hammer. So kämpfte ich mich die nächsten 7 km ins Ziel. Das Rennen war bei ca 33 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit nicht gerade einfach. Schlussendlich landete ich auf Platz 18. Ich bin ganz zufrieden mit dem Rennen und dem Ergebnis. Jedenfalls habe ich aus dem Wettkampf wieder viel gelernt und nehme wieder viel Erfahrung mit.

Die Tage nachdem Rennen hatten wir ein bisschen Zeit und fuhren zu einem Pandabären Gehege. War schon witzig diese putzigen, gemächlichen Pandas in echt zu sehen! Chengdu ist nämlich die Stadt  der großen Pandabären !

 


Yokohama Race

Nach dem Rennen in Chengdu hieß es so schnell wie möglich regenerieren, denn am nächsten Wochenende stand das nächste Rennen an. WTS Yokohama. Yokohama ist eine interessante Stadt. Die Japaner sind freundliche Leute, manchmal überfreundlich.

Rennen:

Die Wassertemperatur betrug 19 Grad. Das bedeutete das Schwimmen wurde diesmal mit dem Neopren Anzug absolviert. Das Schwimmen lief super für mich, ich kam gut um die Bojen, ein paar Schlägereien im Wasser, aber alles halb so wild.

Es gelang mir auch hier mit dem Hauptfeld aus dem Wasser zu steigen. Mit der dritten Radgruppe ging es auf die neun Runden, nasse und kurvenreiche Radstrecke. Wir waren ungefähr eine Minute hinter der Spitzengruppe. So fühlte ich mich sehr gut am Rad doch kurz bevor  als wir in der sechsten Rad Runde auf die Spitzengruppe aufschlossen, zog es mir in einer Linkskurve das Hinterrad weg, sodass ich auf dem Asphalt dahinschlitterte. So ein Mist!!! Meine Hüfte und mein Knie waren aufgeschürft, aber ich sprang  wieder aufs Rad und fuhr die restlich 3 Runden mit zwei anderen die ebenfalls zu Sturz kamen zu Ende. Das Laufen ging ich etwas verhalten an und meine Hüfte war nicht wirklich mehr froh darüber 10km  zu laufen. Ich beendete das Rennen auf Platz 33.


Seit einer Woche bin ich wieder zurück im D-Squad Camp in Frankreich und ich habe bereits eine tolle Woche hinter mir. Meine Verletzungen werden auch besser obwohl von mir aus könnte der Heilungsprozess schneller gehen, bzw. bereits alles verheilt sein;) Am Donnerstag geht es schon wieder nach London zum nächsten WTS Rennen, auf das ich mich schon freue!

 



DAS WAR KENIA - JUST AMAZING                                                                       23.Dezember 2014 


Hi alle zusammen J

 

Letztes Monat verbrachte ich in Iten. Iten liegt auf ca 2400m Seehöhe  in Kenia und ist „The Home of Champions“. Es war fantastisch und ich sammelte tolle Erkenntnisse und  Erfahrungen im sportlichen Bereich, wie auch in anderen Lebensbereichen.

Meine Trainingsgruppe und ich waren im High Altitude Trainings Center HATC untergebracht. Lornah Kiplagat , 4-fache Weltmeisterin und mehrfache Weltrekordhalterin, hat hier eine  Anlage mit einem Swimmingpool und Fitnessraum errichtet.

Es herrschen also tolle Trainingsbedingungen. Die Schwimmeinheiten absolvierten wir immer mit Neo , da das Wasser nicht mehr als 17 oder 18 Grad hatte, und Zuschauer hatten wir auch immer, da Schwimmer in Kenia ein wenig ungewöhnlich sind.    

Zum Radfahren brachte ich mein neues Cyclocross-Rad mit, da die Straßen hier in Kenia sehr holprig sind. Unsere Radstrecke, war die Straße zum Rift Valley - das bedeutet 1 Stunde bergab - 2 Stunden 15 bergauf.

 

Das absolute Highlight war hier in Kenia natürlich das Laufen. Im letzten Monat zog ich jeden Tag meine Laufschuhe an und sei es nur für einen 20 minütigen Kenia Shuffle Run (sehr langsames laufen).     

Dienstag ist „Track Day“ in Iten, und da kommen bis zu 200 Läufer zur Laufbahn, um zu trainieren. Es wird hier in Gruppen trainiert. Die Sportler laufen hintereinander in einer Reihe –und alle in einem Tempo- echt beeindruckend!  

Was ich absolut liebte war mit den Schülern von der St .Patrick School zu laufen. In der Schule lief gerade ein Camp für Schüler zwischen 15-19.Jahren, alles Top Läufer. Wir absolvierten  einige Einheiten mit den Kids von Diagonalläufen, Hügelläufen, den berühmten Fartlek Lauf in Kenia bis hin zu Pilates.

Aber auch so hatten wir vielen tolle Einheiten. Einmal fuhren wir zum Beispiel mit einem Matatu  (Kleinbus wo bis zu 20 Leute Platz finden anstatt 9) 15 km das Rift Valley hinunter und liefen alles bergauf zurück.  Beim Laufen oder Radfahren in der Landschaft rufen die Kinder „How are you?, How are you? oder Mazungo! (weißer Mann) und  wir schenkten ihnen ein LächelnJ. Auf den Straßen laufen Kühe, Schafe, Ziegen, Hunde und Hühner frei herum. Die Leute scheinen hier aber sehr zufrieden und glücklich zu sein und obwohl sie nicht viel besitzen sind dennoch sehr hilfsbereit.

Hier in Kenia lernte ich auch, dass einfaches Leben oft mehr Zufriedenheit gibt. Es gibt hier nicht unseren hohen  westlichen Komfort,  so  wohnte ich mit Lindsey in einem 16m² Zimmer inkl. Dusche und WC.  Es gibt  immer wieder Stromausfälle und wenn sich die Sonne für ein paar Tage versteckt, gibt es kein Warmwasser. Straßenbeleuchtung gibt es auch keine. Eine Waschmaschine gibt es nicht und so wuschen wir unsere Wäsche mit der Hand in Kübeln.

Ich habe Kenia wirklich genossen, hatte viele gute Trainingseinheiten und hoffe Kenia wieder zu sehen!

 

Ich wünsche euch allen ein schönes friedliches besinnliches Weihnachtsfest! :)

 

Eure Julia 


Hallo alle zusammen!                                                                                 12.November 2014                                       

 

Zuerst einmal Willkommen auf meiner neuen HomepageJ!

Ich werde euch hier  immer wieder berichten was so los ist bei mir. Ich möchte gleich einmal beginnen, was in den letzten Monaten so bei mir passiert ist, ist ja so einiges geschehen. Ich beginn einfach von Anfang anJ

Seit letzten  Dezember 2013 hatte ich immer wieder einige Probleme mit meinem Trainier. Die Kommunikation stimmte nicht mehr, mein Vertrauen in ihn ging verloren und es hat für mich einfach nicht mehr gepasst. Wenn das Verhältnis zwischen Trainer und dem Athleten nicht stimmt, das Vertrauen nicht da ist, kann sich ein Sportler einfach nicht weiterentwickeln. Das war für mich der Schlüsselpunkt etwas zu ändern. Ich entschied mich aber nicht zu irgendeinem Trainer zu wechseln, sondern zu einem der  besten internationalen Trainer in der Triathlon Szene, nämlich zu Darren Smith zu wechseln. Er trainiert  unter anderem die 2.Plazierte der Olympischen Spiele in London sowie die aktuell viertbeste Triathletin der Welt.  Zahlreiche andere Topathleten stehen und standen unter seinen Fittichen.

Der Wechsel zum ihm ging ruck zuck über die Bühne. Ich nahm Kontakt mit ihm auf, er lud mich für eine Woche zu einem Probetraining ein und am Ende der Woche teilte er mir mit: „Congratulation, you are in! :D

Dann waren es ein paar stressige Wochen für mich. Mit der Zusage von ihm hieß es für mich Kofferpacken, Wien verlassen und um die Welt reisen;)

Die Woche nach meinem Probetraining bei Darren Smith ging es nach China zu einem Weltcup. Darauf möchte ich gar nicht näher eingehen, es war einfach ein schlechtes Rennen. Nach China ging es zurück zur internationalen Trainingsgruppe. Drei Wochen Training mit Darren Smith bevor ich zu meinem ersten WTS Rennen nach Stockholm reiste. Es war eine ausgezeichnete und unglaubliche Erfahrung und ich erreichte den 36. Platz.

 

Nach Stockholm verbrachte ich eine Woche zu Hause bevor es nach Amerika ging, um mich auf die letzten 3 Weltcups der Saison vorzubereiten. Es war ein unglaublich cooles Camp. In den 5 Wochen in Boulder habe ich schon so viel Neues gelernt, und ich liebe es in dieser Gruppe zu trainieren. Es macht einfach Spaß und ich kann sagen, dass jeder Tag in Boulder ein super Trainingstag war.

Ja dann ging es los, 3 Wochen 3 Rennen und einmal um die WeltJ

Mein erstes Rennen war in Mexico in Cozumel. Ich wusste, dass ich einen super Trainingsblock hinter mir hatte, war trotzdem sehr nervös wie das Rennen wird.

Und es war unglaublich! Schwimmen war gut, kam mit der 2 Gruppe aus dem Wasser, am Rad fuhren wir alle zusammen, 50 Athleten waren es zirka zum Schluss die gemeinsam zum Laufen kamen. Nach der Wechselzone waren vorne weg die Olympiasiegern Nicola Spirig, Lisa Perterer und die Mexikanerin Rivas. Ich war mit ein paar anderen Athletinnen nicht weit weg und bis zum ersten Wendepunkt waren wir bei ihnen. Es war ein unglaublich cooles feeling vorne in der Spitzengruppe mitzulaufen und am Schluss erreichte ich den 10.Platz. Meine erste Top 10 Platzierung bei einem WeltcupJ

Viel Zeit zum Regenerieren blieb nicht, nächsten Sonntag stand der nächste Weltcup in Kolumbien am Programm, diesmal Olympisch. Ich fühlte mich eigentlich recht gut vor dem Start. Schwimmen war eine wahnsinnige Schlägerei,  vor allem die erste Runde und so stieg ich nur mit der 3 Gruppe aus dem Wasser. Am Rad versuchte ich mit ein paar anderen Athletinnen zu attackieren um nicht so viel auf die Spitzengruppe zu verlieren, das hatte aber leider nicht wirklich funktioniert. Ja und zu guter Letzt bekam ich Magenschmerzen beim Laufen und war sogar kurz vorm Aufgeben. Irgendwie rettete ich mich dann aber doch noch ins Ziel. Ich landete auf den 35. Platz und bekam sogar noch ein paar Pünktchen.

Am nächsten Tag ging es dann mit den zwei ÖTRV Burschen Lukas und Thomas nach Südkorea. Wir verbrachten 22 Std in der Luft und erlebten eine 16 stündige Zeitverschiebung. Meinem Magen ging es zum Glück Tag für Tag besser und so stand ich am Samstag wieder am Start. Schwimmen war jetzt nicht so berauschend von mir, aber wir konnten am Rad das Loch bis zur Spitzengruppe zufahren und so kamen ungefähr 30 Athletinnen in die Wechselzone zum Laufen. Ich finishte als 16. und konnte so meine Saison zufriedenstellend beenden.

Ich verbrachte jetzt 3 schöne Wochen zuhause bevor es mit der Vorbereitung für die nächste Saison wieder richtig losgeht. J Am Donnerstag  geht es  für fünf Wochen Richtung KeniaJ

Ich möchte mich zum Schluss noch vor allem bei meinen Eltern bedanken, die mich so unglaublich unterstützen! Ohne sie würd ich das Ganze nicht machen können. Weiterst möchte ich mich auch für die Unterstützung des ÖTRV und des Österreichischen Bundesheer bedanken.

Ich halt euch am laufenden wo ich mich gerade befinde und was es so Neues bei mir gibtJ

Eure Julia